Das absolut Andere

Das Beispiel von der Startseite verallgemeinert und um den Aspekt der Zeit erweitert.

Ein Gedanke beispielsweise, tatsächlich neu, zeitlos und nur mit sich selbst identisch, ist entweder vorhanden oder nicht vorhanden. Ein Drittes ist ausgeschlossen.

 

Das absolut Andere des entweder Vorhandenen oder nicht Vorhandenen, des nur mit sich selbst identischen, zeitlosen, tatsächlich Neuen, ist dessen Erzeugen. Es ist das ausgeschlossene Dritte selbst. In diesem Falle das Erzeugen des Gedankens.

Ein irreversibler Vorgang, unwiderrufliche Veränderungen hervorbringend und damit das, was gemeinhin mit 'Zeit' in Verbindung gebracht wird.

 

Nun zur Sprache.

Im Gegensatz zum absolut Anderen, dem Erzeugen von tatsächlich Neuem, beispielsweise eines Gedankens, ist die sprachliche Markierung 'Erzeugen eines Gedankens' entweder vorhanden oder nicht vorhanden.

Für die sprachliche Markierung gilt der Satz vom ausgeschlossenen Dritten uneingeschränkt.

 

Wird nun die Gültigkeit des Satzes vom ausgeschlossenen Dritten der sprachlichen Markierung 'Erzeugen eines Gedankens' auch für das Markierte selbst angenommen, obwohl der Satz vom ausgeschlossenen Dritten für das Markierte gar nicht gilt, da es selbst das ausgeschlossene Dritte ist, ergeben sich die bekannten Widersprüche, Fragen und Paradoxien, da beispielsweise Handlungsfähigkeit und 'Zeit' in den sprachlichen Markierungen nicht vorkommen.

(Für die sprachliche Markierung, die auf das absolut Andere zeigt, wurde hier gelegentlich der Begriff der absoluten Metapher verwendet.)

 

Kein Problem gibt es, wenn sowohl für die sprachliche Markierung, als auch für das Markierte selbst, gleichermaßen der Satz vom ausgeschlossenen Dritten gültig ist.

The absolute Other

The example from the first page generalized and expanded to include the aspect of time.

A thought, for example, that is genuinely new, timeless, and identical only with itself, either exists or does not exist. A third is excluded.

 

The absolute Other of that which is either present or not present, of that which is only identical with itself, timeless, and genuinely new, the absolute other is the creation of that. It is the excluded third itself. In this case, the creation of thought.

An irreversible process, producing irrevocable changes and thus what is commonly associated with 'time'.

 

Now to language.

In contrast to the absolute Other, the creation of something genuinely new, such as a thought, the linguistic marker 'creation of a thought' is either present or not present.

The principle of the excluded third applies to linguistic markers without any restriction.

 

If the validity of the principle of the excluded third of the linguistic marker 'creation of a thought' is also assumed for the marked one itself, even though the principle of the excluded third does not apply to the marked one at all, since it is itself the excluded third, the familiar contradictions, questions and paradoxes arise, since, for example, the ability to act and 'time' do not appear in the linguistic markers.

(The term absolute metaphor has occasionally been used here for the linguistic marker that points to the absolute Other.)

 

There is no problem if the principle of the excluded third applies equally to both the linguistic marking and the marked one itself.